Vom Kräutergarten in die Kräuterküche

Foto (c) Clemens v. Vogelsang „Parsley“, lizenziert unter CC BY 2.0

Im Kräutergarten wachsen viele Kräuter. Viel Unkraut zum Beispiel. Aber auch nützliche und leckere Heil- und Küchenkräuter kann man in seinem Garten finden.

Kräuter im Garten…

Kräuter können ganz verschiedene Pflanzen sein. Einjährig wachsende, wie Dill und Kerbel, oder zweijährig wie Kümmel und Petersilie, oder sogar mehrjährig, wie unter anderem Schnittlauch und Zitronenmelisse! Und auch hinsichtlich der Pflanzenteile, die verwendet werden, unterscheiden sich Kräuter voneinander. Von Baldrian, Meerrettich und Knoblauch beispielsweise werden die Wurzeln bzw. Zwiebeln der Pflanze verwendet, bei Minze und Estragon sind es die Blätter und Stiele. Auch manche Blüten und Samen lassen sich verwenden, wie die Blüten von Ringelblume und Kapuzinerkresse, oder die Samen von Kümmel und Fenchel.

Heilkräuter sind alle jene Pflanzen, deren Anwendung eine heilende Wirkung bei Krankheiten und Leiden erwirkt. Diese Kräuter werden häufig zu Tees und Salben verarbeitet. Kamille hilft beispielsweise bei Erkältungen, als Tee oder als Zugabe bei Inhalationen. Ringelblume hilft bei Unwohlsein, und Salbei bei Halsschmerzen.

Küchenkräuter finden hauptsächlich beim Zubereiten von Speisen Verwendung, sie Würzen und Zieren, und machen manche Gerichte bekömmlicher. Allerdings ist der Übergang zwischen Heil- und Küchenkräutern fließend, manches lässt sich auch für beide Zwecke hernehmen. Und selbst Unkraut kann sich als Heil- oder Küchenkraut herausstellen! So ist Brennnessel ein Heilkraut im Tee, oder eine leckere Beilage als Salat.

Wildkräuter sind alle Kräuter, die nicht gezielt als solche angebaut wurden, sondern wild wachsend in der Natur gesammelt werden. Gänseblümchen, Löwenzahn und Bärlauch zum Beispiel sind sehr häufige Wildkräuter.

Doch auf eine lange Suche muss man sich nicht einmal unbedingt machen, möchte man frische Kräuter sammeln. „Wenn Sie einen Garten haben, haben Sie die ganzen Kräuter sowieso auch irgendwo wild wachsend“, so Maria Stephan von der Sonnengarten Manufaktur in Aldersbach-Pörndorf. Getrocknete Kräuter, jederzeit griffbereit im Schrank, sind zwar praktisch, doch schmecken und wirken frisch vor der Zubereitung geerntete Kräuter am besten.

…und vom Garten in die Küche

Die Blätter und Triebe von Kräutern wie Minze und Mayoran werden am besten kurz vor der Blüte geerntet und am frühen Nachmittag geerntet. Samen, wie bei Kümmel, erntet man dagegen besser am frühen Morgen. Einmal kann man Kräuter natürlich frisch zum Zubereiten von Speisen hernehmen. Aber man kann sie auch haltbar machen und einen kleinen Vorrat anlegen.

Für kurze Zeit lassen sich Kräuter in einer Vase aufbewahren, oder in einem feuchten Tuch eingewickelt im Gemüsefach. Möchte man Kräuter allerdings längerfristig konservieren, so bietet es sich an, diese zum Beispiel zu Trocknen. Dafür hängt man die Pflanzen kopfüber an einem luftig warmen Platz auf. Direkte Sonneneinstrahlung sollte aber vermieden werden, da sich dadurch die enthaltenen Öle zu rasch verflüchtigen. Sobald die Blätter rascheln und die Stängel beim Berühren brechen ist das Trocknen abgeschlossen, und die Kräuter können zerkleinert in luftdichten Gefäßen für etwa ein Jahr gelagert werden, danach verlieren sie an Aroma.

Manche Kräuter, wie Basilikum, Estragon, Dill, Melisse, Petersilie, Schnittlauch und Thymian lassen sich auch tiefgefrieren. Dafür werden die Pflanzen zerkleinert und portionsweise in Eiswürfelschalen oder Gefrierbeutel gefüllt und eingefroren.

Kräuter können zu vielen Dingen weiterverarbeitet werden, es lassen sich zum Beispiel Teemischungen, Pesto, Kräutermischungen und -salze, so wie einiges mehr, daraus herstellen.

Kräuter aus der Region

Regional angebaute, frische Kräuter kann man auf dem Passauer Wochenmarkt kaufen: Freitags von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr

Kräutermischungen, Teemischungen, Kräuteröle und -salze von der Sonnengarten Manufaktur Maria Stephan, in Aldersbach-Pörndorf (auch auf dem Passauer Wochenmarkt)

Pesto von der Pesto-Werkstatt in Passau (auch auf dem Wochenmarkt)

Brotaufstriche, Kräuteröle und Essige von der Maria Manufaktur aus Auerbach (auch auf dem Wochenmarkt)

Kräuterkäse der Hofkäserei Ecker

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