Wie sich der Regiothek B2B-Marktplatz vom Großhandel unterscheidet
„Warum seid ihr eigentlich kein Großhandel?“ Diese Frage hören wir regelmäßig. Die kurze Antwort: Weil wir ein anderes Problem lösen. Hier erläutern wir die Unterschiede.

Großhandel und regionale Beschaffung folgen unterschiedlichen Prinzipien
Der Großhandel und der Regiothek B2B-Marktplatz verbinden Erzeuger von Lebensmitteln mit gewerblichen Abnehmern. Organisatorisch verfolgen beide jedoch unterschiedliche Ansätze. Während sich der Großhandel auf standardisierte Volumenmärkte spezialisiert, organisiert der Regiothek B2B-Marktplatz saisonale, regionale und spezialisierte Angebote.
Beide Modelle erfüllen wichtige Funktionen, jedoch unter unterschiedlichen Voraussetzungen.
Großhandel basiert auf Standardisierung und Volumen
Der klassische Großhandel kauft Waren in größeren Mengen ein, lagert sie und verkauft sie weiter. Sortimente sind standardisiert, Produkte klar definiert und dauerhaft verfügbar. Prozesse sind auf Umschlag, Lagerhaltung und daraus resultierenden Margen ausgerichtet.
Große Mengen, vergleichbare Produkte und kontinuierliche Nachfrage ermöglichen die Lagerhaltung und stabile Abläufe.
Dieses System ist besonders stark dort, wo Bedarfe regelmäßig auftreten und Produkte in großen Mengen bei vergleichbarer Qualität verfügbar sein müssen.
Regionale Märkte sind kleinteilig organisiert
Regionale Lebensmittelmärkte sind häufig durch viele kleinere Betriebe geprägt. Diese produzieren nicht ausschließlich ein standardisiertes Kernprodukt, sondern oft ein diversifiziertes Sortiment.
Diese Vielfalt ist wirtschaftlich sinnvoll für den einzelnen Betrieb. Sie verteilt Risiken auf mehrere Produktlinien, ermöglicht Direktvermarktung und stärkt regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig führt sie dazu, dass Mengen je Produkt häufig begrenzt sind und Sortimente nicht vollständig standardisiert werden.
Für klassische Großhandelsstrukturen entsteht hier eine Herausforderung. Deren Prozesse sind auf klar definierte Artikel, größere Volumina und kontinuierliche Verfügbarkeit ausgerichtet. Kleinteilige, saisonale Sortimente passen strukturell nur bedingt in dieses Modell.
Regionale Märkte folgen daher einer anderen Organisationslogik. Sie sind weniger standardisiert und volumengetrieben. Gleichzeitig entsteht ein deutlich höherer Abstimmungsbedarf zwischen Erzeugern, Logistik und Abnehmern.
Koordination als organisatorische Antwort
Wenn Märkte kleinteilig organisiert sind, entsteht ein Abstimmungsproblem. Bestellungen müssen gebündelt, Liefertermine koordiniert und Informationen strukturiert bereitgestellt werden.
Genau hier setzt der Regiothek B2B-Marktplatz an. Er kauft keine Ware und betreibt keine eigene Lagerhaltung. Stattdessen organisiert er die Abstimmung zwischen Erzeugern, Logistik und Abnehmern. Dabei nutzt er bestehende, regionale Logistikressourcen, anstatt eigene Transportkapazitäten aufzubauen.
Für Einkäufer (Küchen, Einzelhandel) entsteht dadurch eine zentrale Bestellstruktur. Produkte verschiedener regionaler Betriebe können über ein System bestellt werden. Die Logistik wird automatisch gebündelt und der Erzeuger erhält alle bestellten Waren zum vereinbarten Lieferzeitraum aus einer Hand.
Für Verkäufer (Erzeuger, Verarbeiter) entsteht Struktur, Komfort und Verlässlichkeit. Sie erhalten rechtzeitig Informationen über Bestellmengen und Abholtermine und können ihre Produktion entsprechend vorbereiten.
Gebündelte Bestellungen, abgestimmte Liefertage und transparente Informationen reduzieren den organisatorischen Aufwand und schaffen Planbarkeit. Regionale Vielfalt bleibt erhalten, wird aber strukturiert handhabbar.
Zwei Modelle im Vergleich
Beide Modelle verbinden Erzeuger und Abnehmer, übernehmen dabei jedoch unterschiedliche Funktionen. Die Übersicht zeigt, wie sich Handelsstufe und Marktinfrastruktur organisatorisch unterscheiden.

Unterschiedliche Funktionen im Markt
Großhandel und regionale Koordination erfüllen unterschiedliche Funktionen. Dort, wo Volumen und permanente Verfügbarkeit gefragt sind, ist Großhandel die passende Lösung. Dort, wo regionale Vielfalt strukturiert und organisatorisch abgestimmt werden muss, bietet der Regiothek B2B-Marktplatz eine geeignete Infrastruktur.
Dabei ist der Ansatz bewusst regional verankert. Der Regiothek B2B-Marktplatz organisiert Märkte nicht zentral über weite Distanzen, sondern innerhalb klar definierter Regionen. Logistik, Abstimmung und Angebotsstruktur sind auf kurze Wege und regionale Netzwerke ausgerichtet.
So entsteht keine neue überregionale Warenbewegung, sondern eine strukturierte Organisation bestehender regionaler Potenziale.
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