Tee aus der Region

Tee Regiothek

Foto (c) Praveen „Tea“, lizenziert unter CC BY 2.0

Tee hat viele Gesichter, aber der Begriff „Tee“ kann ja auch vieles umschreiben. Zu unterscheiden ist hauptsächlich zwischen dem Getränk, das aus den Blättern und Knospen der Teepflanze zubereitet wird. Und jenem, das aus anderen Teilen von Pflanzen zubereitet wird, die nicht von der Teepflanze stammen.

Aufgüsse zubereitet aus Pflanzenteilen der Teepflanze sind beispielsweise Schwarze Tees wie Darjeeling, Assam, Earl Grey. Oder Grüne Tees wie Gunpowder und Sensha, oder Weißer Tee. Bei Schwarzem Tee werden die Blätter nach der Ernte gewelkt, gerollt, dann nach ihrer Qualität sortiert. Darauf folgt die Oxidation, und zuletzt das Trocknen der Blätter. Bei Grünem Tee wird der Arbeitsschritt der Oxidation ausgelassen.

Übrigens stammt unser Wort „Tee“ aus dem niederländischen „thee“, welches wiederum wie auch die anderen in Mitteleuropa üblichen Begriffe wie „tea“ und „thé“, aus der Aussprache von 茶 im chinesischen Mannin Dialekt hervorgeht. Dieser Dialekt wird neben anderen Dialekten in Südchina gesprochen, und von dort aus kam nicht nur das Warengut, sondern auch dessen Bezeichnung über den Seeweg nach Europa. Länder wie Russland, die Türkei, Persien und Indien, die über den Landweg Tee aus Nordchina handelten, übernahmen das Wort aus dem dort gesprochenen Mandarin. Hier wird 茶 nicht wie „te“ sondern wie „tscha“ gesprochen. Daher heißt Tee beispielsweise „çay“ im Türkischen, und „Чай“ im Russischen.

Nicht nur der Name des Getränks verändert sich von Kultur zu Kultur. Auch die Art, wie Tee zubereitet und getrunken wird, ist sehr unterschiedlich. So gibt es in Japan aufwendige Teezeremonien, in Russland werden die Blätter zunächst zu einem Sud verkocht. Aus Indien kommt der Chai Tee, der mit Milch und Gewürzen zubereitet wird, und in Tibet wird Schwarzer Tee auch salzig und mit Butter getrunken. Innerhalb Deutschlands hat sich vor allem in Ostfriesland eine eigene Teekultur entwickelt.

Tee selbst gemacht

Auch aus Früchten und Kräutern lassen sich leckere und gesunde Tees zubereiten. Und das sogar unabhängig von den handelsüblichen Sorten, denn Teemischungen selbst zu machen ist schließlich viel leichter, als erwartet. Die Kräuter und Früchte lassen sich oft selbst im Garten oder Blumentopf anpflanzen. Viele kann man sogar wild in der Region finden und sammeln. „Wenn Sie einen Garten haben, haben Sie die ganzen Kräuter sowieso auch irgendwo wild wachsend“, so Maria Stephan von der Sonnengarten Manufaktur in Aldersbach-Pörndorf. Sie selbst besitzt einen großen Kräutergarten, und verarbeitet die Pflanzen unter anderem zu leckeren Teemischungen.

Der „Teelöffel“ erhielt übrigens seinen Namen dadurch, dass er etwa die Menge an Blätter fasste, die zum Brühen einer Tasse benötigt wurde. Foto (c) Le living and co „tea leaves fruit“, lizenziert unter CC BY 2.0

Brennnessel und Schachtelhalm wachsen gerne im Garten und lassen sich sowohl zu Tee, als auch zu einer düngenden Jauche verarbeiten. Möchte man mediterrane Kräuter wie beispielsweise Thymian anpflanzen, muss der Boden stimmen. „Bei lehmigen Boden muss man ein bisschen Sand untermischen, damit es lockerer ist“, empfiehlt Frau Stephan.

Lavendel, Rosen, Ringelblume und Kornblume lassen sich auch ganz wunderbar im Garten pflanzen. Und neben ihrer Verwendung als Zutat für Tee sehen sie auch hübsch aus. Sonnenhut kann man nehmen,“um das Immunsystem ein bisschen zu stärken“, oder auch Salbei, der ist gut bei Erkältungen und Halsschmerzen. Melissen wie beispielsweise die Zitronenmelisse, „beruhigen und schmecken super, auch im Sommer, da kann man sie kalt trinken.“ Baldrian, Pfefferminze und Klatschmohn für einen Tee am Abend.

Wer gerne Tee trinkt, aber keinen eigenen Garten anlegen oder auf Sammel-Suche gehen möchte, der findet hier Kräuter und Tee aus der Region: in der Sonnengarten Manufaktur (auch auf dem Passauer Wochenmarkt),  im Tante Emmer Laden in Passau oder im Säumerhof in Grafenau!

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