Saisonal essen im Oktober: Köstlicher Kürbis!

Foto (c) Studio Weichselbaumer / Minzgrün GmbH & Co. KG

Wie schon im September stellen wir ein wieder ein saisonales Gemüse des Monats vor. Koch Simon Hannig vom  Scirocco (EssKultur) kreiert dann Gerichte der Saison und präsentiert Euch hier je ein Rezept zum Nachkochen.

Nach der Aubergine im ersten Teil, geht es im zweiten Teil der Reihe im Oktober um den Kürbis: Genauer gesagt, um die Verwendung von Speisekürbissen in der Küche. Denn neben den zum Verzehr geeigneten Sorten werden auch Öl- und Zierkürbisse gezüchtet und angebaut. Aus den stark ölhaltigen Kernen der Ölkürbisse wird das dunkelgrüne Kürbiskernöl gewonnen; Zierkürbisse dienen, wie ihr Name vermuten lässt, zur Zierde. Sie sind aufgrund ihres hohen Gehalts an giftigen Bitterstoffen nicht zum Verzehr geeignet.

Die Hokkaido-Kürbisse, die im Scirocco im Oktober verwendet werden, stammen aus nachhaltigem und regionalem Anbau. Und zwar vom Nachbar-Hof der Familie Egger in Amsham bei Bad Griesbach im Rottal (Lkr. Passau). Der Hof, der nach den Richtlinien des Ökolandbauverbandes Biokreis e.V. bewirtschaftet wird, ist hauptsächlich auf die Produktion von Rindfleisch, Schweinefleisch und Eier spezialisiert, wurde aber dank der ertragreichen Kürbisernte in diesem Jahr zum Lieferanten von Simon Hannig.

Ein Kürbis ist ein Kürbis

Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und kommt ursprünglich aus Amerika. Von dort gelangte die Pflanze Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa. Wie genau das Gewächs genannt werden soll, da wurde man sich jedoch nicht so schnell einig. So gibt es gerade im Mittelhochdeutschen einige Trivialnamen für den Kürbis, unter anderem „Churbez“ und „Corbess“, sowie „Kirbis“, „Kirbs“ und „Korbiz“. Aber auch „Kürbeiz“ und „Kurbsch“, „Kurbeta“ und „Kyrpss“.

Während im Deutschen nun „Kürbis“ zum Kürbis gesagt wird, so existiert in der Englischen Sprache noch heute eine Vielzahl an Namen für das Gemüse. Als „squashes“ wurden ursprünglich Kürbisse bezeichnet, die roh verwendet wurden. „Gourds“ sind die nicht zum Verzehr verwendeten Zierkürbisse, während „pumpkins“ die bekannten großen Kürbisse mit orangener Farbe sind, die zum Kochen, Backen, als Viehfutter und als Kürbislaternen (im Englischen „Jack-o‘-lantern“) verwendet werden. „Cushaw“ bezeichnet hingegen eine ganz spezifische Art von Kürbis, nämlich die Winterkürbisse mit gekrümmten Fruchtansatz.

Aber nicht nur bezüglich der Namensvielfalt überrascht dieses Gemüse. Denn zu den Kürbissen zählen eigentlich auch die Gurke und die Zucchini. Und eigentlich ist ein Kürbis eine Beere, denn als Beerenfrüchte werden alle solche Früchte bezeichnet, deren Samen fest in das Fruchtfleisch eingebettet sind. Zudem können die Früchte der Pflanze an die 150kg, 1m Durchmesser und 3m Umfang erreichen, in manchen Ausnahmen erreichen die Früchte auch ein Gewicht von an die 500kg!

Kleiner Tipp vom Koch: die Schale kann man mitessen

Bei manchen Kürbisarten kann man die Schale mitessen. Insbesondere gilt das  für den beliebten Hokkaido-Kürbis, der seinen Namen der gleichnamigen Insel im Norden des japanischen Archipels verdankt und wahrscheinlich von portugiesischen Seefahrern nach Europa kam – und irgendwann unter anderem am Nachbar-Hof landeten.

Das Rezept: Geröstete Kürbissuppe

Wer an den Kürbis denkt, denkt relativ schnell auch an die Kürbissuppe. Sie ist ein in vielen Ländern bekannter und beliebter Klassiker – etwa in Neuengland, aber auch in der Steiermark, die dank des Kürbiskernöls bekannt für das Herbstgemüse ist. In den letzten Jahrzehnten hat die Kürbissuppe auch bei uns immer mehr treue Fans gefunden. Simon Hannig präsentiert Euch hier ein Rezept, bei dem durch die Zubereitung und die Würzung die Intensität des Kürbisgeschmacks noch besser zur Geltung kommt (Rezept als pdf downloaden)

0 Kommentare

    Schreibe einen Kommentar