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Unsere Vision

Regionale Lebensmittelnetzwerke sollen überall einfacher funktionieren. Denn Regionalität scheitert oft nicht an den Menschen und Werten, sondern an den Prozessen. Deshalb bauen wir die digitale Infrastruktur dafür.

Unsere Vision

Warum wir über unsere Vision schreiben

In den vergangenen Jahren wurden wir immer wieder gefragt, was die Regiothek eigentlich ist. Eine Karte für regionale Lebensmittel? Ein Verzeichnis? Eine Plattform? Ein B2B-Marktplatz? Die Antworten zu allen Fragen lauten: Ja. Doch keine dieser Antworten beschreibt vollständig, woran wir arbeiten.

Unsere Vision ist einfach: Regionale Lebensmittelnetzwerke sollen überall einfacher funktionieren. Denn wir glauben, dass sich Lebensmittelnetzwerke in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändern werden. Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung werden anders zusammenarbeiten als heute. Deshalb möchten wir einen Blick nach vorne werfen: nicht auf einzelne Funktionen oder Projekte, sondern auf die Richtung, in die wir uns entwickeln.

Lebensmittelnetzwerke werden digitaler und regionaler

Landwirtschaft und Lebensmittelvermarktung stehen vor großen Veränderungen. Auch hier Daten werden wichtiger. Vermarktung läuft zunehmend online. Digitale Handelsdaten, Prognosen und digitale Informationen zu Herkunft, Qualität und Nachhaltigkeit nehmen zu.

Gleichzeitig gewinnen regionale Wertschöpfungsketten an Bedeutung. Geopolitische Unsicherheit, Lieferkettenprobleme und steigende Anforderungen an Resilienz führen dazu, dass regionale Wertschöpfung strategisch relevanter werden.

Viele Entwicklungen, die früher getrennt betrachtet wurden, treffen heute zusammen: Digitalisierung in Landwirtschaft und Vermarktung, neue Erwartungen an Nachhaltigkeit und eine wachsende Bedeutung regionaler Versorgung. Deshalb wird die Frage nach gemeinsamer digitaler Infrastruktur für regionale Lebensmittelnetzwerke relevanter als je zuvor.

Wir glauben: Digitalisierung und Regionalisierung sind keine Gegensätze. Im Gegenteil. Je wichtiger regionale Wertschöpfungsketten werden, desto wichtiger werden digitale Prozesse, die sie verlässlich, effizient und anschlussfähig machen.

Es fehlt nicht an guten Betrieben

In Deutschland gibt es tausende Betriebe, die regionale Werte bereits leben. Landwirtschaftliche Betriebe, Lebensmittelhandwerk, Hofläden, Gastronomie und viele weitere Akteure arbeiten jeden Tag daran, hochwertige Lebensmittel aus ihrer Region anzubieten.

Regionalität scheitert oft nicht an den Menschen und Werten, sondern an den Prozessen.

Wie finden sich Angebot und Nachfrage? Wie werden Bestellungen, Logistik und Zusammenarbeit organisiert? Wie werden Informationen ausgetauscht? Wie können Betriebe und Produkte sichtbar werden, ohne jeden Kontakt einzeln aufbauen zu müssen?

Heute ist Regionalität digital fragmentiert

Viele Informationen existieren bereits. Sie liegen jedoch oft verteilt auf verschiedenen Rechnern, bei unterschiedlichen Betrieben und in unterschiedlichen Systemen. Gleichzeitig fehlen häufig einheitliche Prozesse.

Dadurch entstehen Reibungsverluste. Regionalität wird unnötig aufwendig: für Betriebe, die verkaufen wollen; für Küchen, Läden und Einrichtungen, die regional einkaufen möchten; und für Regionen und Verbände, die regionale Wertschöpfung stärken.

Die Zukunft regionaler Lebensmittel entscheidet sich deshalb nicht nur auf dem Acker und nicht nur im Laden. Sie entscheidet sich in den Prozessen dazwischen.

Wir glauben, dass regionale Lebensmittel auch digitale Infrastruktur brauchen. Für den globalen Handel ist diese Infrastruktur längst selbstverständlich. Wir bauen sie passgenau für regionale Lebensmittelnetzwerke.

Die Landkarte war nie das Ziel

Viele Menschen kennen die Regiothek über die digitale Landkarte regionaler Lebensmittelbetriebe. Die Landkarte war nie das Ziel. Sie war der erste Baustein.

Heute unterstützen wir bereits bei Sichtbarkeit, Transparenz, Vernetzung und Handel. Künftig sollen weitere Bausteine hinzukommen: integrierte Logistik, Nutzung gemeinsamer Daten und intelligenter Werkzeuge.

Denn viele sehen heute vor allem Karte, Betriebe und Marktplatz. Langfristig entsteht daraus mehr: Produktdaten, Lieferketteninformationen, Beschaffungsdaten, Nachfrageinformationen und Logistikdaten. Wo heute Informationen verstreut vorliegen, können künftig gemeinsame Datenräume für regionale Lebensmittelnetzwerke entstehen.

Nicht für eine Region, sondern für viele

Die Herausforderungen regionaler Lebensmittelnetzwerke ähneln sich vielerorts. Sichtbarkeit, Vernetzung, Beschaffung, Logistik und Transparenz sind keine Herausforderungen einer einzelnen Region. Sie treten überall dort auf, wo regionale Akteure zusammenarbeiten wolle. Auch wenn jede Region ihre eigenen Produkte, Betriebe und Besonderheiten hat.

Deshalb entwickeln wir Bausteine, die von vielen Regionen genutzt werden können. Jede neue Region, jeder neue Betrieb und jede neue Organisation erweitert das Netzwerk und erhöht den Nutzen für alle Beteiligten. Gemeinsame Infrastruktur wird mit wachsender Nutzung stärker: durch mehr Sichtbarkeit, mehr Verbindungen, bessere Daten und einfachere Prozesse.

Unsere Vision

Unser Ziel ist, dass regionale Lebensmittel überall einfacher gehandelt werden können. Dafür bauen wir digitale Infrastruktur für regionale Lebensmittelnetzwerke: Infrastruktur, die Betriebe sichtbar macht, Lieferketten transparent macht, Handel ermöglicht, Logistik integriert, Regionen und Verbände beim Management unterstützt und künftig auch Daten und KI nutzbar macht.

Produkte, Funktionen und Projekte werden sich weiterentwickeln. Die Richtung bleibt dieselbe. Regionale Lebensmittelnetzwerke sollen überall einfacher funktionieren. Denn Regionalität scheitert heute oft nicht an den Menschen und Werten, sondern an den Prozessen. Deshalb bauen wir digitale Infrastruktur für regionale Lebensmittelnetzwerke. Damit Regionalität morgen nicht mehr scheitert

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