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Die digitale Infrastruktur für regionale Lebensmittelmärkte

Regionale Lebensmittel entstehen in Netzwerken. Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gastronomie, Großküchen und Logistik arbeiten zusammen. Doch diese Strukturen sind oft kleinteilig und im Alltag aufwendig zu organisieren.

Die digitale Infrastruktur für regionale Lebensmittelmärkte

Die Regiothek entwickelt die digitale Infrastruktur, mit der regionale Lebensmittelnetzwerke einfacher funktionieren. Sie schafft ein digitales Fundament für Sichtbarkeit, Handel, Logistik und Zusammenarbeit

Sichtbarkeit und Transparenz

Wer produziert was? Wo sind Produkte erhältlich? Welche Betriebe arbeiten bereits miteinander?

Die Regiothek macht Betriebe, Produkte, Verkaufsstellen und Lieferbeziehungen digital sichtbar. So entsteht ein Überblick über bestehende regionale Strukturen.

Vernetzung und Marktaufbau

Oft sind Angebot und Nachfrage grundsätzlich vorhanden, finden aber im Alltag nicht ausreichend zusammen. Die Regiothek unterstützt Regionen dabei, Anbieter und Einkäufer zusammenzubringen, Bedarfe zu verstehen und neue Handelsbeziehungen aufzubauen.

Digitaler Handel

Regionaler Einkauf ist heute Einzelarbeit. Der Küchenleiter ruft beim Hof an, schreibt der Metzgerei eine Mail und fragt bei der Käserei nach, ob diese Woche geliefert wird. Jeder Betrieb ein eigener Weg, jede Bestellung ein eigener Vorgang. Mit jedem zusätzlichen regionalen Lieferanten wird der Einkauf aufwendiger, nicht einfacher.

Über den Regiothek B2B-Marktplatz können gewerbliche Einkäufer Produkte verschiedener regionaler Anbieter zentral bestellen. 87 Prozent der Betriebe erwarten eine große Erleichterung im Arbeitsalltag, wenn ihre Bestellungen über ein zentrales System laufen.*

Für Anbieter entsteht ein zusätzlicher regionaler Vertriebsweg mit klaren Abläufen. Sie pflegen ihr Sortiment und ihre Preise an einer Stelle und sehen dort auch die eingehenden Bestellungen, ohne selbst einen eigenen Bestellprozess aufbauen zu müssen.

Dabei kann die Regiothek auch dort ansetzen, wo Lieferbeziehungen bereits bestehen und vor allem Bestellungen und Abläufe einfacher organisiert werden sollen.

Logistik und Bündelung

Viele kleine Warenströme brauchen eine Logistik, die zur regionalen Struktur passt. Für 88 Prozent der Betriebe ist es wichtig, bei mehreren regionalen Erzeugern in einem System zu bestellen und die Lieferung gebündelt zu bekommen.*

Die digitale Tourenplanung bringt Bestellungen und Fahrten zusammen. Abholung und Auslieferung lassen sich über mehrere Betriebe hinweg koordinieren, statt jede Lieferung einzeln zu fahren. Das erleichtert nicht nur die Abläufe, es rechnet sich auch: Gebündelte Touren lasten die Fahrzeuge besser aus, es werden weniger Kilometer gefahren und es braucht weniger Fahrzeuge.

Abwicklung

Lieferscheine, Abrechnung und weitere Prozesse werden digital unterstützt und aufeinander abgestimmt. Dadurch sinkt der organisatorische Aufwand für Anbieter, Einkäufer und Betreiber.

Daten und Steuerung

Digitale Prozesse schaffen eine gemeinsame Datengrundlage für den regionalen Markt.

Welche Produkte werden nachgefragt? Wie entwickelt sich der Umsatz? Welche Anbieter werden regelmäßig bestellt? Wo fehlt Angebot? Wie entwickeln sich Touren und Lieferstrukturen?

Diese Informationen können genutzt werden, um Angebot, Nachfrage und Prozesse gezielt weiterzuentwickeln.

Schnittstellen und bestehende Systeme

In vielen Betrieben und Regionen sind bereits Warenwirtschaft, Abrechnung, Logistiksoftware oder andere digitale Systeme vorhanden. 41 Prozent der Betriebe arbeiten heute mit einem Warenwirtschafts-, Kassen- oder Buchhaltungssystem.*

Neue regionale Infrastruktur muss vorhandene Systeme nicht ersetzen. Sie soll sie sinnvoll miteinander verbinden.


Ziel ist, Daten nicht mehrfach pflegen zu müssen und bestehende Systeme sinnvoll in regionale Handelsprozesse einzubinden.

Nicht jede Region startet am gleichen Punkt

Manche Regionen möchten zunächst wissen, welche Betriebe und Lieferketten überhaupt vorhanden sind.

Andere haben bereits ein starkes Netzwerk und möchten den gewerblichen Handel organisieren.

Ein Einkäufer kennt seine regionalen Lieferanten bereits, möchte Bestellungen aber einfacher abwickeln.

Andernorts funktioniert der Handel schon, während die Logistik zum Engpass wird.

Je nach Ausgangslage kann die Regiothek deshalb an unterschiedlichen Stellen ansetzen.

Infrastruktur in der Praxis

Die einzelnen Bausteine der Regiothek entstehen aus der praktischen Arbeit in regionalen Lebensmittelnetzwerken.


In verschiedenen Regionen Deutschlands werden regionale B2B-Marktplätze basierend auf der Regiothek-Infrastruktur betrieben. Die Erfahrungen daraus flossen in den Aufbau weiterer Regionen ein. Dabei entstehen immer wiede neue Anforderungen an Bestellprozesse, Tourenplanung, Abrechnung, Daten und Schnittstellen. Die Lösungen fließen wiederum in die Plattform ein.

So entwickelt sich die Regiothek gemeinsam mit den Regionen und Betrieben weiter.

Wo kann die Regiothek ansetzen?

  • Betriebe, Produkte und Lieferketten sichtbar machen

  • regionale Anbieter und Einkäufer zusammenbringen

  • regional bei mehreren Betrieben einkaufen

  • bestehende Lieferbeziehungen digital organisieren

  • Bestellungen und Lieferungen bündeln

  • regionale Liefertouren planen

  • einen regionalen B2B-Markt aufbauen

  • bestehende Systeme anbinden

  • regionale Märkte anhand von Daten weiterentwickeln

→ Unsere Leistungen

* Online-Befragung von 150 Betrieben der Lebensmittelwirtschaft, Januar 2026, durchgeführt von CENTOURIS, Universität Passau, im Forschungsprojekt B2B-Konnekt. ** Teilgruppe derselben Befragung: 98 Betriebe, die regional vermarkten.

Sprechen Sie mit uns über Ihr Anliegen oder Ihre Idee. Gemeinsam machen wir Regionalität sichtbar und stark. Auch in Ihrer Region.


Stand: September 2026

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