Wie ein B2B-Marktplatz regionale Logistik bündelt
Durch die Bündelung von Lieferungen ermöglichen digitale Plattformen neue Wege, Effizienz zu steigern und Nachhaltigkeit zu fördern. Erfahren Sie, wie die Regiothek-Plattform diese Prozesse unterstützt und maßgeschneiderte Lösungen bereitstellt.

Warum regionale Logistik oft schwierig ist
Regionale Lebensmittel werden häufig von vielen kleineren Betrieben erzeugt und an viele unterschiedliche Abnehmer geliefert. Genau darin liegt eine logistische Herausforderung: Wenn jeder Betrieb seine Bestellungen selbst ausliefert, entstehen schnell viele einzelne Fahrten mit kleinen Mengen.
Für Erzeuger bedeutet das Zeitaufwand und Kosten. Für Einkäufer bedeutet es viele einzelne Liefertermine, unterschiedliche Ansprechpartner und zusätzlichen organisatorischen Aufwand.
Ein regionaler B2B-Marktplatz kann diese kleinteiligen Strukturen bündeln.
Bestellungen bündeln, Lieferungen gemeinsam organisieren
Über den Regiothek B2B-Marktplatz bestellen gewerbliche Einkäufer Produkte verschiedener regionaler Betriebe gemeinsam.
Die Bestellungen werden anschließend nicht von jedem Erzeuger einzeln ausgeliefert. Stattdessen wird die Ware auf einer koordinierten Tour bei den beteiligten Betrieben abgeholt und gebündelt zu den Einkäufern gebracht.
So wird aus vielen einzelnen Lieferbeziehungen eine gemeinsame Logistikstruktur.
Für den Einkäufer bedeutet das: mehrere regionale Anbieter, aber eine gebündelte Lieferung.
Für den Erzeuger bedeutet es: Zugang zu gewerblichen Abnehmern, ohne jede Bestellung selbst ausfahren zu müssen.
Ein fester Liefertag schafft Struktur
In unseren bestehenden Marktplatzregionen arbeiten wir mit festen Liefertagen.
Der Ablauf ist grundsätzlich einfach:
Einkäufer bestellen Produkte verschiedener regionaler Betriebe über den B2B-Marktplatz. Bis zu einem einem festen Bestellschluss.
Die Regiothek-Plattform berechnet die optimale Tour und übergibt diese dem regionalen Logistikpartner.
Die bestellte Ware wird bei den Erzeugern abgeholt.
Die Einkäufer erhalten ihre Bestellung gesammelt.
Wie die Tour konkret aussieht, hängt von der Region ab. Zahl und Lage der Anbieter, Einkäufer, Warenmengen und Kühlanforderungen spielen dabei eine Rolle.
Deshalb gibt es keine Logistiklösung, die für jede Region identisch aussieht.
Die Logistik wird gemeinsam mit dem Markt aufgebaut
Gerade in einer neuen Region muss die perfekte Flotte nicht vom ersten Tag an stehen.
Wir starten lieber klein und sammeln früh praktische Erfahrung. Ein erster Liefertag pro Woche, einige Anbieter mit unterschiedlichen Sortimenten und eine Handvoll Einkäufer können für den Anfang ausreichen.
Auch Probetouren sind hilfreich. Mit echten Bestellungen und echten Waren zeigt sich schnell, welche Wege funktionieren, wie lange Abholungen dauern, welche Betriebe tatsächlich mitmachen und welcher geografische Zuschnitt sinnvoll ist.
Danach kann die Logistik Schritt für Schritt weiterentwickelt werden.
Wie man einen regionalen B2B-Marktplatz aufbaut
Software und Logistik gehören zusammen
Die digitale Plattform schafft die Grundlage dafür, dass diese Bündelung überhaupt koordiniert werden kann.
Bestellungen, Anbieter, Einkäufer und Lieferinformationen liegen an einer Stelle vor. Die Logistikpartner können mit den dafür entwickelten Werkzeugen arbeiten und die benötigten Informationen für ihre Touren nutzen.
Die Regiothek selbst muss dabei nicht zwingend die Ware fahren. In den Regionen arbeiten wir mit lokalen Logistikpartnern zusammen, die die Touren durchführen.
Im Landkreis Cham übernimmt beispielsweise die Maschinenring Ostbayern GmbH wesentliche Teile der Logistik und Abwicklung. Die Regiothek stellt die technische Infrastruktur für den Marktplatz bereit.
Warum diese Bündelung wichtig ist
Der entscheidende Vorteil liegt nicht nur darin, Kilometer einzusparen.
Gebündelte Logistik macht regionalen Einkauf für gewerbliche Abnehmer überhaupt erst alltagstauglich.
Eine Kantine oder Gastronomie kann bei mehreren regionalen Betrieben einkaufen, ohne mit jedem Anbieter einen eigenen Liefertermin koordinieren zu müssen. Gleichzeitig können kleinere Erzeuger gewerbliche Kunden erreichen, ohne dafür eine eigene Lieferstruktur aufbauen zu müssen.
Genau deshalb betrachten wir Logistik heute nicht getrennt vom B2B-Marktplatz.
Bestellung, Bündelung und Lieferung gehören zusammen.
Eine Infrastruktur, die mit dem Markt wächst
Mit zunehmendem Handelsvolumen kann auch die Logistik wachsen.
Aus einem Liefertag können zwei werden. Touren können angepasst oder geteilt werden. Neue Sortimente und Kühlprodukte können hinzukommen. Entscheidend ist, dass die Logistik nicht am Bedarf vorbei geplant wird, sondern sich gemeinsam mit dem regionalen Markt entwickelt.
So entsteht Schritt für Schritt eine Infrastruktur, die regionalen B2B-Handel praktikabler macht.
Wenn eine Region einen eigenen B2B-Marktplatz aufbauen möchte, begleiten wir diesen Prozess von der ersten Analyse bis zum laufenden Betrieb.


Alles zum B2B-Marktplatz der Regiothek
Der B2B-Marktplatz verbindet regionale Erzeuger direkt mit Gastronomie, Großküchen und Einzelhandel. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie er funktioniert, welche Regionen bereits dabei sind und wie die Logistik angebunden wird.

Wie man einen regionalen B2B-Marktplatz aufbaut
Wie entwickelt man einen regionalen B2B-Marktplatz, der dauerhaft bestehen soll? Wir zeigen, was wir aus Cham, Passau, Oldenburg und weiteren Regionen gelernt haben und welche Schritte sich beim Aufbau in einer neuen Region bewährt haben.