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Öd-Hof Familie Dirigl: Bio-Fleisch aus Neukirchen

Angefangen hat alles mit einer Kuh und einem Kalb. Heute halten Christian und Katrin Dirigl auf dem Öd-Hof Rinder, Schweine und Schafe nach Bioland-Richtlinien – auf der Weide und mit hofnaher Schlachtung.

15.09.2026 - Daniel Gschwendner
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Öd-Hof Familie Dirigl: Bio-Fleisch aus Neukirchen

Christian, kannst Du uns Euch und den Öd-Hof kurz vorstellen?

Ich bin Christian, meine Frau Katrin und ich bewirtschaften den Öd-Hof bei Buchamühl in Niederbayern. Angefangen hat bei uns alles ganz klein: mit einer Kuh und einem Kalb. Daraus ist Schritt für Schritt eine Mutterkuhhaltung geworden, dann kamen Weidehaltung, Weideschlachtung und die Direktvermarktung dazu – nicht als großer Plan von Anfang an, sondern als das, was sich beim Aufbau des Betriebs einfach als logischer nächster Schritt angefühlt hat. Aus der Direktvermarktung von Rindfleisch ist mit der Zeit mehr geworden: Lamm und Schweinefleisch sind dazugekommen. Heute steht der Hof auf mehreren Beinen: im Zentrum die Landwirtschaft und die Direktvermarktung, dazu Erlebnis Bauernhof für Kinder, Soziale Landwirtschaft und ein Bereich für Transformation & Teambuilding.

Was ist das Besondere an Eurem Hof und an der Art, wie Ihr Eure Tiere haltet? Und was hat Euch dazu bewegt, den Betrieb genau so auszurichten?

Das Besondere an unserem Hof ist, dass wir bewusst auf Vielfalt setzen, statt auf Masse: Wir halten jeweils nur wenige Tiere, dafür aber von ganz unterschiedlichen Tierarten – Rinder, Schweine, Schafe, dazu Hühner, Pferde, Katzen und Hund – und jede Art so artgerecht, wie uns möglich ist. Damit sind wir ein kleinbäuerlicher Betrieb, wie es ihn heute nur noch sehr selten gibt. Unsere Tiere leben fast ganzjährig auf der Weide, haben einen luftigen, hellen Offenstall, in den sie sich jederzeit zurückziehen können, und werden hofnah geschlachtet – ohne Transport, ohne den Stress, den ein Weg zum Schlachthof bedeuten würde. Tierwohl ist für uns keine Marketingaussage, das ist einfach unser Verständnis von guter Haltung: gegenüber den Tieren, aber genauso gegenüber uns selbst und der Verantwortung, die wir übernommen haben.

Rind auf dem Bioland-Hof der Familie Dirigl

Rind auf der Weide am Bioland-Hof der Familie Dirigl

Bild: Familie Dirigl

Ihr bewirtschaftet Euren Hof nach den Bioland-Richtlinien. Was bedeutet das bei Euch ganz konkret?

Bio-Schwein auf dem Bioland-Hof der Familie Dirigl

Bio-Schwein auf dem Bioland-Hof der Familie Dirigl

Bild: Familie Dirigl

Bioland begleitet uns im landwirtschaftlichen Alltag, nicht nur auf dem Papier. Das betrifft die Haltungsbedingungen unserer Tiere, vorgeschriebene Mindestflächen, aber auch strenge Regeln, wenn wir überhaupt einmal Futter zukaufen. Ganz konkret bedeutet Bioland für uns Kreislaufwirtschaft: Wir verzichten komplett auf chemisch-synthetische Pestizide und Mineraldünger und arbeiten stattdessen mit dem, was der eigene Betrieb hergibt – der Mist unserer Tiere kommt wieder auf unsere Flächen, und das Futter wächst so weit wie möglich auf dem eigenen Hof.

Ein zweiter Punkt liegt uns besonders am Herzen: die Biodiversität auf unseren Wiesen. Wir mähen konsequent mit einem Doppelmessermähwerk statt mit einem Kreiselmäher, und wir mähen spät. Das schont Insekten, Bodenbrüter und Wildtiere und lässt Blühpflanzen aussamen, bevor die Wiese geschnitten wird. Es sind viele kleine, konsequente Entscheidungen, die zusammen den Unterschied machen – und die auch regelmäßig überprüft werden.

Was liegt Dir bei der Haltung Eurer Rinder, Schweine und Schafe persönlich besonders am Herzen?

Rind am Futtertrog am Bioland-Hof der Familie Dirigl bei Straubing

Rind am Futtertrog am Bioland-Hof der Familie Dirigl bei Straubing

Bild: Familie Dirigl

Mir ist wichtig, dass die Tiere ihrem natürlichen Verhalten so nah wie möglich nachgehen können – auf der Weide, im Sozialverband, ohne unnötigen Stress. Bei unseren Rindern setzen wir unter anderem auf Angus, bei den Schweinen auf eine Kreuzung aus Bentheimer und Berkshire, und mit dem Coburger Fuchsschaf halten wir eine alte Rasse, die auf der Slow-Food-Liste der bedrohten Nutztierrassen steht.

Das ist uns wichtig: nicht nur satt und gesund, sondern auch artgerecht und mit einem Stück gelebter Vielfalt, die sonst verloren gehen würde.

Wie werden Eure Tiere geschlachtet und das Fleisch verarbeitet? Welche Produkte kann man bei Euch beziehen?

Wir schlachten hofnah, direkt bei uns – ohne Lebend-Transport und ohne den Stress, den ein weiter Weg für die Tiere bedeuten würde. Das ist uns wichtig, und darüber sprechen wir auch ganz offen.

Bio-Rindfleisch Mischpaket vom Bioland-Hof Dirigl

Bio-Rindfleisch Mischpaket vom Bioland-Hof Dirigl

Bild: Familie Dirigl

Beim Rindfleisch bieten wir Mischpakete in 5 oder 10 kg an, dazu einzelne Edelteile wie Filet, Entrecôte, T-Bone Steak oder unsere Paprika-Knoblauch-Salami.

Aktuell steht unser nächster Abholtag am 13. September an – wer Interesse hat, meldet sich am besten vorher per Telefon, E-Mail oder WhatsApp bei uns.

📞Katrin: 0176 / 96 84 90 01
📞Christian: 0172 / 90 96 897
📨Mail an dirigl.christian@web.de

📱WhatsApp (beide Nummern)

Neben dem Bio-Rindfleisch gibt es auch regelmäßig Schweinefleisch und Lammfleisch in bester Qualität bei uns ab Hof.

Wenn jemand Euer Fleisch kaufen oder mehr über Euren Hof erfahren möchte: Wo findet man Euch und wie erfährt man von den nächsten Abholterminen und Angeboten?

Am besten auf unserer Homepage www.biolandhof-familie-dirigl.dedort findet man alle aktuellen Termine und Angebote.

Oder gern auch einfach direkt über unsere Kontakte (siehe oben).


Einen Überblick gibt es zudem auf dem Regiothek-Profil vom Bioland Hof der Familie Dirigl:


Wie sehen Deine Pläne für den Öd-Hof in den nächsten Jahren aus?

Uns gehen die Ideen nicht aus. Wir denken zum Beispiel über Freilandhaltung für unsere Schweine nach, über Agroforstsysteme auf unseren Flächen, und wir wollen die neueren Standbeine – Soziale Landwirtschaft und Erlebnis Bauernhof – weiter ausbauen. Katrin ist examinierte Kinderkrankenschwester, ich bin examinierter Altenpfleger mit gerontopsychiatrischer Zusatzausbildung – wir haben beide einen sozialen Hintergrund, und uns interessieren die Menschen und ihre Geschichten genauso wie die Landwirtschaft. Das wird in Zukunft sicher noch mehr zusammenwachsen. Dazu wollen wir auch das Teambuilding für Unternehmen weiter ausbauen – der Hof eignet sich gut dafür, Führungskräften und Teams außerhalb ihres gewohnten Umfelds einen anderen Blick auf Zusammenarbeit und Verantwortung zu ermöglichen.

Danke, Christian, für die spannenden Einblicke in Euren Hof!


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